| Etwas Hydrokultur-Geschichte kann nicht
schaden... Justus von Liebig wies bereits 1840 den mineralischen, d.h.
anorganischen (ohne Kohlenstoff) Charakter der Nährlösung nach.
Eine erfolgreiche Pflanzenhaltung mit einer speziell abgestimmten Nährlösung
gelang erst Knop und Sachs 1860.
Auf die berühmte Abbildung ihrer Maispflanze sei hier nicht verzichtet.
Die Hydrokultur in der heutigen Art wurde durch die Entdeckung des als
Leichtbetonzuschlagstoff bekannten Blähtons als geeignetes Pflanzsubstrat
durch Hans Baumann, Bern (Gründer der Firma Luwasa) möglich.
Blähton hat den großen Vorzug, für eine gute Durchlüftung
der Nährlösung zu sorgen. Damit ergibt sich eine Arbeitsteilung
in der Hydrokultur zwischen dem physikalischen Teil, nämlich Halt,
Befeuchtung und Belüftung der Wurzeln, und dem chemischen, die Bereitstellung
der geeigneten Nährstoffe.
Im physikalischen Teil liegt jedoch der Hund begraben. Das Pflanzgefäß
ist zugleich Vorratsgefäß für die Nährlösung.
Zugunsten des Vorrates muss daher der Blähton unter Wasser gesetzt
werden, was seine bedeutende Funktion der Durchlüftung zunichte macht.
Dies ist der Grund, weshalb herkömmliche Hydrokultur nicht funktioniert.
Näheres darüber in der Page "Wurzelleben".
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